„Der Ausbau des schnellen Internets in Hessen und Deutschland ist eines der bedeutendsten Infrastrukturvorhaben“, ist Noll überzeugt. Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und die Attraktivität von Wohnorten auch im Kreisgebiet hängen mittlerweile stark von der vorhandenen Internetanbindung ab. Um diese auszubauen werden in naher Zukunft Investitionen in Milliardenhöhe nötig sein, betont der Liberale. Deshalb sei es sinnvoll und zukunftssichernd, jetzt einen Teil der Versteigerungserlöse für diesen Ausbau bereitzustellen.
Dies ist auch im Main-Kinzig-Kreis dringend nötig. Die Breitbandanalyse des Kreises hat erst vor kurzem gezeigt, dass 25% der Einwohner keinen ausreichend schnellen Zugang zum Internet haben. „Im Main-Kinzig-Kreis sind 54 Ortsteile von 161 Ortsteilen unterversorgt“, zitiert Noll aus der Studie des Kreises. Der Landtagsabgeordnete hofft, dass sich durch die Ausbaupflicht der Mobilfunkunternehmen und die beschlossene Förderung bald eine Besserung ergibt. Ziel der Bundesregierung ist es, schnellstmöglich eine flächendeckende Versorgung mit 2 Mbit/s sicherzustellen und bis 2014 75% aller Haushalte sogar mit einer Bandbreite von 50 Mbit/s zu versorgen.
„Deswegen hat sich Hessen erfolgreich dafür eingesetzt, dass ein Teil der Frequenzversteigerungserlöse zweckgebunden für Hochleistungsbreitband verwendet wird“, berichtet Noll aus Wiesbaden.
Die Wirtschaftsministerkonferenz hat am Donnerstag einstimmig einem entsprechenden Antrag zugestimmt, den der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) eingebracht hatte. Die versteigerten Frequenzen wurden bislang vor allem zur Rundfunkübertragung genutzt und können durch die digitale Übertragung jetzt für andere Zwecke genutzt werden.
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